Songes de Nuits d'été - Contemplations
„Contemplations“ eröffnet einen Raum des Friedens und des Staunens. Die mystische Inbrunst von Hildegard von Bingen, die orthodoxe Feierlichkeit Rachmaninows und die Zärtlichkeit Mozarts laden alle Zuhörer zum inneren Hören und zur reinen Schönheit des Göttlichen ein.
Es folgen „Der Zweifel“, dann „Klagelieder“ und Schreie der Verzweiflung in den Werken von Alonso Lobo, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Joseph-Gabriel Rheinberger, bis hin zur intensiven Fürbitte des berühmten „Miserere mei Deus“ von Allegri. Eine Sequenz, die den menschlichen Schmerz angesichts des Schweigens Gottes verkörpert. Das Licht kehrt zurück mit drei Hommagen an die Jungfrau Maria, um die Seele zu besänftigen. Tomás-Luis de Victoria und Edvard Grieg vertonen das uralte Gebet: „Ave Maris Stella“.
Zum Abschluss besiegeln die Überschwänglichkeit von Francesco Guerrero und anschließend der inbrünstige Ruf von Johann Sebastian Bach in der Motette „Komm Jesu, komm“ die Vereinigung des Menschen mit dem Göttlichen.